Ein Bildschirmlesegerät, auch Kamera-Lesesystem genannt, ist eine elektronische Sehhilfe. Es nimmt Schriftstücke oder andere „kleine“ Dinge mit einer Kamera auf und gibt diese stark vergrößert auf einem Monitor wieder.

 

Bildschirmlesegeräte bestehen in der Regel aus den Elementen Kamera, Monitor und Kreuztisch. Letzterer unterstützt die Führung des Lesegutes unter der Kamera. Zumeist sind Kamera und Kreuztisch miteinander verbunden, der Monitor ist frei stellbar. Die Bedienung dieser Bildschirmlesegeräte ist meist einfach und kommt den Bedürfnissen von Senioren entgegen.

 

 

Geräte mit PC-Anschluss: Besonders im Arbeitsbereich werden Kamerasysteme eingesetzt, die an einen PC angeschlossen werden können. Das aufgenommene Bild wird dann auf den Computermonitor übertragen. Die meisten Geräte ermöglichen eine Bildschirmteilung, d. h. die Monitordarstellung wird in ein PC- und ein oder mehrere Kamerabilder unterteilt. Einige Geräte mit PC-Anschluss verfügen über eine Scan-Funktion, mit der die eingelesenen Vorlagen gespeichert und weiterverarbeitet werden können. Dies bietet auch die Möglichkeit, längeren Text per Sprachausgabe vorlesen zu lassen.

 

 

Geräte mit Fernkamera: Die sogenannten Tafellesegeräte vergrößern entfernte Objekte im Raum, z. B. die Tafel in der Schule. Hierzu wird entweder eine schwenkbare Kamera oder eine zusätzliche Fernkamera eingesetzt.

 

 

Portable Geräte für den Einsatz unterwegs: Tragbare Bildschirmlesegeräte, auch elektronische Lupen genannt, werden netzunabhängig mit Akkus betrieben. Portable Geräte sind üblicherweise mit Flachbildschirm (LED-, LCD- oder TFT-Display) und Handkamera ausgestattet oder werden an einen Laptop angeschlossen und über die Tastatur gesteuert.