Wie nennen sich die verwendeten Korrektionsgläser?


Die zur Korrektion der WF verwendeten Gläser nennen sich Prismengläser (schematische Darstellung siehe Zeichnung 1), die daraus gefertigte Brille nennt sich Prismenbrille.

 

 

 

Was bewirkt die Prismenbrille?

Sie entlastet winkelfehlsichtige Menschen von dem für die Augenmuskeln anstrengenden „Ausrichten“ der Sehachsen. Die Augen können in ihre anstrengungsärmste Stellung im Verhältnis zueinander gehen, und die Prismenbrille bewirkt, dass die Bilder im Auge dennoch auf die „richtigen“ Stellen treffen, die also die höchste Wahrnehmungsqualität liefern. Die Prismenbrille bewirkt, dass beide Augen gleichmäßig am Sehprozess teilnehmen und dadurch beidäugig eine optimale Abbildung ermöglichen.

 

Die Korrektion mit Prismengläsern garantiert dem Augenpaar somit hinter der Brille

 

eine völlig entspannte Stellung bei zentraler Abbildung beider Augen.


 

   

 

Dadurch werden die Anstrengungsbeschwerden abgeschwächt bzw. beseitigt und die Sehprobleme behoben.

 

Welche Nachteile sind durch Prismenbrillen zu erwarten?


Ästhetisch etwas nachteilig wirken sich Prismengläser ab ca. 6 cm/m bedingt durch eine höhere Randdicke aus.

 

Bei stärkeren Korrekturen (ab ca. 10 cm/m) kann man u.U. das Abweichen des Augenpaares von der Parallelstellung in die angestrebte Ruhestellung beobachten.

 

Es können typische Eintragebeschwerden für Prismengläser auftreten. Nach einer Tragezeit von einigen Monaten kann es dazu kommen, dass die Prismen verstärkt werden müssen, da es zu einem weiteren Lösen des Tonus (Muskelspannung) gekommen ist.

Bei der Korrektur mit einer Prismenbrille kann man leider im vorhinein keine 100%-ige Erfolgsgarantie geben. Es handelt sich dabei um einen Versuch, die bestehenden Probleme mit Hilfe dieser Brille zu beseitigen, mindestens aber zu lindern. Wir vom Optik & akustik Ellwein gehen jedoch von einer positiven Wirkung der Brille auf das allgemeine Wohlbefinden aus, sobald Sie sich an die mit unseren Messergebnissen angefertigten Brille gewöhnt haben.

 


Was ist in der Eintragephase der Prismenbrille zu beachten?

Es ist wahrscheinlich, dass in den ersten Tagen nach Abholen der Brille Eintragebeschwerden auftreten können, z. B.:

  • können gerade Linien gebogen wahrgenommen werden.
  • können Kopfschmerzen / Migräne, auch Nackenverspannungen stärker werden oder vorübergehend auftreten.
  • kann es zu einer veränderten Raumwahrnehmung kommen.
  • kann der Eindruck entstehen, dass im Boden „Löcher“ sind, in die man „hineintritt“.

 

Alle diese Eintragebeschwerden sollten nach einer kurzen Eintragephase verschwinden.

 

Wichtig ist:

 

  • die Tragezeit der Brille kontinuierlich zu steigern.
  • in der Eintragephase die Brille nur solange zu tragen, wie sie als angenehm empfunden wird.
  • die Brille erst dann zum Autofahren und im Straßenverkehr zu tragen, wenn man sich mit ihr sicher fühlt.
  • dass Sie sich mit uns in Verbindung setzen (keine falsche Zurückhaltung), falls Sie etwas Außergewöhnliches beobachten.
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Sie sollten unbedingt in der Zeit zwischen 8 bis 10 Wochen nach Abholung der Brille bei uns eine Nachkontrolle machen lassen.

 

 

 

Welche Vorteile sind durch die Prismenbrille zu erwarten?


  • Mehr Wohlbefinden, weil sich Anstrengungsbeschwerden wie Kopfschmerzen, Migräne oder Nackenverspannungen verringern bzw. ganz verschwinden.
  • Mehr Arbeitsleistung, weil unnötige Energieumsätze für WF-Kompensation entfallen.
  • Bessere schulische Leistungen durch entspannteres Lesen (Studien von Ergotherapeuten und Lehrern können gerne bei uns angefordert werden)
  • Mehr Erfolg bei vielen Sportarten, weil sich ein besseres räumliches Sehen einstellt. (z.B. Tennis, Federball etc.)
  • Mehr Sicherheit im Straßenverkehr, weil wechselnde Entfernungen besser und schneller erkannt werden und weil sich das Sehen in der Nacht verbessert.
  • Mehr Lebensfreude, weil Sie unbelastet von den geschilderten Beschwerden sind.

 

 

Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

 

Für diese Spezialmessung beträgt unser Tarifsatz zur Zeit EUR 30,00 pro ½ Stunde. Diese Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Prismengläser sind cirka 30% teurer als

normale Gläser.


 

 

Falls Sie sich weiter informieren wollen, bietet das Internet hervorragende Möglichkeiten dazu:

 

http://www.optometrie-online.de/start.htm

http://www.ivbv.org/